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Impuls zum Juli

"Was Nettes über Elefanten"

Impuls

An der ein oder anderen Stelle ist das neue Logo der Inneren Mission schon aufgetaucht. Beim Blick auf die neue Wort-Bild-Marke denken manche an einen Elefanten. Das ist so zwar nicht beabsichtigt, aber auch eine schöne Chance für Kreativität: „Was haben Elefanten mit der Inneren Mission zu tun?“

Außerdem ist es eine gute Gelegenheit, neben interessanten Infos über das neue Logo, auch einfach mal was Nettes über Elefanten zu sagen: Sie lassen mich an Gott denken.

In einer alten buddhistischen Geschichte heißt es:

Einst lebten in einem Königreich fünf weise Gelehrte. Sie alle waren blind. Der König schickte sie los, um herauszufinden, was ein Elefant ist. Jeder sollte das Tier ertasten und anschließend berichten, was er erfahren hatte.

Der erste Gelehrte hatte das Ohr berührt und sagte: „Der Elefant ist wie ein großer Fächer.“ Der zweite, der den Rüssel ertastet hatte, widersprach: „Nein, er ist wie ein langer Arm.“ Der dritte, der den Schwanz in den Händen hielt, meinte: „Er ist wie ein Seil mit ein paar Haaren am Ende.“ Der vierte hatte das Bein berührt und berichtete: „Der Elefant ist wie eine dicke Säule.“ Und der fünfte, der den Rumpf ertastet hatte, sagte: „Er ist wie eine riesige Masse mit Rundungen und Borsten.“

Alle hatten recht, und doch hatte keiner den ganzen Elefanten erfasst. So ist es auch, wenn wir Menschen Erfahrungen mit Gott machen. Unterschiedliche Menschen und Religionen erfahren das Göttliche auf verschiedene Weise. Denn Gott ist viel größer als ein einzelner Mensch begreifen kann. Was sich scheinbar widerspricht, ist in Wirklichkeit nur ein kleiner Teil des großen Ganzen: Der eine erlebt Gott wie einen kühlend erfrischenden Fächer an einem heißen Sommertag, die andere als starke Säule, an die man sich anlehnen kann. Beides wohltuend, beides wahr. Kein Widerspruch. Sondern Vielfalt.

Ich finde, das macht neugierig, andere zu fragen: Wie erlebst du das? Und es ist eine Gelegenheit für Austausch, Begegnung und sich gegenseitig zu ergänzen und zu bereichern. Vielleicht entdecken wir gerade im Zuhören etwas von Gott, das wir allein nie gesehen hätten.

Inga Schönfeld
Pastorin, Stabsstelle Seelsorge