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„Möge die Macht mit Dir sein“
Impuls
Vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis … So beginnen die guten, alten Star Wars Filme. Seit 2011 werden am 5. Mai, dem inoffiziellen Star-Wars-Tag, weltweit die Filme von George Lucas gefeiert. In der Star Wars Galaxie, die unserer näher ist, als wir manchmal glauben, warten Spannung, Idealismus, Zweifel und so manche Kämpfe auf die Zuschauenden. Es sind innere und äußere Kämpfe zwischen Licht und Dunkelheit, Mut und Angst, Gut und Böse.
Gerade in diesen Tagen spüren viele Menschen, wie sehr bedrohliche Kräfte auch unsere Wirklichkeit prägen. Die Nachrichten sind voll von Konflikten, Unsicherheit und Leid. Daneben wächst die Sehnsucht: Möge Frieden stärker sein als Gewalt. Möge es neue Hoffnung geben. Während gleichzeitig beständig die Gefahr lauert, dass die dunkle Seite der Macht im Mäntelchen der scheinbar leichten Antworten, Unheil über die Welt bringt.
Da tut es gut, mal kurz in die Märchenwelt abzutauchen: Denn in der Star Wars Geschichte von George Lucas siegt am Ende eindrucksvoll das Gute. In ihrem Abenteuer erinnern seine Held:innen uns daran, dass das Gute oft leise beginnt. In kleinen Entscheidungen. In mutigen Worten. In Gesten der Hilfsbereitschaft. Im ehrlichen Blick auf uns selbst. Es ist ein Weg, der nicht immer leicht ist – aber einer, der die einzelne Person und die ganze Welt verändert.
Vor langer Zeit, auf seinen Reisen durch entfernte Lande hier auf unserer Erde, hat schon mal einer dazu aufgerufen. Der Apostel Paulus schreibt „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“ (Röm 12,21) Dieser Satz ist kein naiver Wunsch, sondern eine kraftvolle Einladung, der Dunkelheit nicht das letzte Wort zu lassen. Zu Widersprechen. Auf Hoffnung und Liebe zu setzen. Für das Gute einzutreten. Tag für Tag.
An diesen biblischen Vers denke ich, nicht nur, wenn ich in Nostalgie die alten Star Wars Filme schaue. Auch, wenn ich auf die Welt- und Gesellschaftslage blicke oder mich in meinem Alltag zwischen Kolleg:innen, Familie und Freunde bewege: Ich glaube, im Hier und Jetzt, kann sich große Kraft entfalten. Es geschieht nicht nur in oscarreifen Heldentaten, sondern genauso im täglichen Tun des Guten.
Damit am Ende auch bei uns das Gute siegt, wünsche ich euch, wo auch immer ihr gerade seid: Möge die Macht Gottes mit euch sein!
Inga Schönfeld
Pastorin, Stabsstelle Seelsorge