Versorgungslücke geschlossen
Bremen. Mit rund 50 geladenen Vertreter:innen aus Politik, Kirche und natürlich Gesundheitsversorgung hat der Verein für Innere Mission Ende Februar sein Versorgungsangebot im Bereich spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) – die mission:palliativ – in seinen Räumlichkeiten in Horn-Lehe offiziell eröffnet.
Das Angebot richtet sich an Menschen mit einer nicht heilbaren, fortschreitenden und lebensverkürzenden Erkrankung, die eine besonders aufwändige medizinische und pflegerische Versorgung benötigen. Ziel ist es, Betroffenen in ihrer vertrauten Umgebung ein Leben in größtmöglicher Selbstbestimmung, Symptomkontrolle und Lebensqualität zu ermöglichen. Besucher:innen nutzten die feierliche Eröffnung, um mit den Mitarbeiter:innen ins Gespräch zu kommen und sich untereinander zu vernetzen.
Thomas Krebs, kaufmännischer Vorstand des Vereins für Innere Mission und Geschäftsführer mission:palliativ, hob die Bedeutung für Betroffene hervor: „Mit mission:palliativ schaffen wir ein Angebot, das schwerstkranke Menschen dort unterstützt, wo sie sich am sichersten fühlen: zu Hause. Unser Ziel ist es, Leiden zu lindern, Krisen abzufangen und Lebensqualität zu ermöglichen unabhängig von der Lebenssituation. Die neue SAPV ist ein wichtiger Baustein für eine verlässliche, menschliche und gut vernetzte Palliativversorgung in Bremen.“ Ute Schneider-Smietana, Vorstandssprecherin der Inneren Mission, stimmte ihrem Kollegen zu und ergänzte, dass die Teilnahme von Gesundheitssenatorin Bernhard an der Eröffnung die Bedeutung der mission:palliativ unterstreiche.
Im Rahmen der Veranstaltung sagte Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard: „Die meisten Menschen möchten nicht im Krankenhaus oder in einem Pflegeheim sterben, sondern zuhause. Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung hilft, diesen Wunsch zu ermöglichen. Sie nehmen den betroffenen Menschen und deren An- und Zugehörigen die Ängste vorm Alleinsein, vor der Überforderung und bringen hochprofessionelle Hilfe in die wohl schwerste Phase eines jeden Lebens. Ich wünsche Ihnen guten Start und hoffe, dass mission:palliativ weitere ambulante Angebote in diesem Bereich nach sich ziehen wird.“
„Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung ist ein unverzichtbares Bindeglied zwischen Hausärztinnen und Hausärzten, Hospizen und Krankenhäusern. Viele schwerstkranke Menschen benötigen in kritischen Phasen eine engmaschige medizinische Begleitung, die über die reguläre Versorgung hinausgeht“, so Kristina Köhne, ärztliche Leitung mission:palliativ. „Mit mission:palliativ schaffen wir eine verlässliche Schnittstelle, die medizinische Expertise bündelt, Versorgung koordiniert und dafür sorgt, dass Patientinnen und Patienten auch zu Hause sicher und gut begleitet sind.“
Mit mission:palliativ schließt die Innere Mission eine bisher bestehende Versorgungslücke in Bremen und Umgebung. Als Träger mehrerer stationärer Hospize, darunter eines in Bremen, sowie des ambulanten Pflegedienstes mission:ambulant verfügt der Verein über langjährige Erfahrung in der Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen. Die SAPV ergänzt dieses Netzwerk nun um ein spezialisiertes, mobiles Angebot.
Was leistet die SAPV mission:palliativ?
- 24/7-Erreichbarkeit eines spezialisierten Teams
- Ärztliche und pflegerische Palliativversorgung auf hohem fachlichen Niveau
- Symptomkontrolle, Schmerztherapie und Krisenintervention
- Enge Zusammenarbeit mit Hausärztinnen und Hausärzten, Kliniken, Hospizen und Pflegediensten
- Unterstützung und Entlastung von Angehörigen
- Koordination aller beteiligten Dienste und Versorgungsstrukturen