Saubere Kleidung hilft: Anziehungspunkt gibt Tipps für Spenden

23. Februar 2026

Der Zustand von Kleiderspenden verschlechtert sich / Fehlendes Wissen könnte Ursache sein.

Mit den Spenden seiner Unterstützerinnen und Unterstützer kann der Sozial-Kleiderladen Anziehungspunkt der Inneren Mission Bremen Menschen in schwierigen Lebenslagen zuverlässig mit Kleidung versorgen. Damit die Spenden direkt dort ankommen, wo sie am dringendsten gebraucht werden, ist es wichtig, auf saubere, gut erhaltene und vollständige Kleidung zu achten.

„Geschätzt ein Viertel der Spenden müssen wir aber mittlerweile entsorgen, weil sie zerschlissen, ungewaschen oder unvollständig sind“, bedauert Gabriele van Sterkenburg, Leiterin des Sozial-Kleiderladens in der Bornstraße 65. Das wiederum binde zeitliche Kapazitäten und koste letztlich auch Geld für die Entsorgung. „Das ist dann besonders bitter, weil wir als gemeinnütziges Projekt unsere gesamten Ressourcen viel lieber in die Versorgung bedürftiger Menschen stecken wollen.“

Der Grund für das Phänomen „zerschlissene Kleiderspenden“ könnte ihrer Meinung nach fehlendes Wissen sein, was im Anziehungspunkt weitergegeben wird, oder auch Unsicherheit im Umgang mit der Ressource Textilien. „Alles, was man selbst noch anziehen oder bedenkenlos an Freunde und die eigene Familie weitergeben würde, ist als Kleiderspende geeignet und wird direkt an unsere Kundinnen und Kunden ausgegeben“, beschreibt van Sterkenburg den Anspruch des Anziehungspunktes. Dreckige oder unvollständige Bekleidung, auch einzelne Schuhe, würden dagegen keine Weiterverwendung finden.

Bei defekter oder zerschlissener Bekleidung empfiehlt sie Spendern, sich im Zweifelsfall bei der Bremer Stadtreinigung zu informieren, wie mit solchen Textilien umgegangen wird. „Diese hat mehr Spielraum in der Verwendung von Textilien, die nicht mehr hundertprozentig in Schuss sind, aber auch da gibt es Regeln“, weiß van Sterkenburg. Sie empfiehlt, sich dafür auf der Website der Bremer Stadtreinigung zu informieren.

Die große Mehrheit der Spender würde jedoch sehr auf Sauberkeit und gut tragbare Kleidung achten, lobt sie. „Es gibt viele Stammkunden, die Kleidung vorher extra noch reinigen lässt, sie bügelt und sich wirklich viel Mühe mit den Spenden macht, das ist wirklich toll.“

Weitere Informationen zu Kleiderspenden für den Anziehungspunkt sind zu finden unter www.inneremission-bremen.de/das-leisten-wir/beratung-und-integration/#sozial-kleiderladen-anziehungspunkt

Hintergrund:
Der Anziehungspunkt ist ein Sozial-Kleiderladen des Vereins für Innere Mission in Bremen. Rund 60 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende arbeiten in dem Kleiderladen. Jährlich finden in der Einrichtung in der Bornstraße 65 etwa 14.000 Besuchskontakte statt, bei denen sich Menschen mit kleinem Budget gegen wenig Geld mit Bekleidung sowie Dingen des alltäglichen Bedarfs versorgen. Die Ausgabe am Freitag ist zudem speziell wohnungslosen Menschen vorbehalten. Sämtliche Erlöse fließen zurück in das Projekt.