Spendenaktion „Das lässt uns nicht kalt! hilft obdachlosen Menschen

11. November 2020

Der Verein für Innere Mission in Bremen startet seine Winterhilfsaktion „Das lässt uns nicht kalt“, bei der die Wohnungslosenhilfe der Inneren Mission um Sach- und Geldspenden für die Unterstützung von obdachlosen und wohnungslosen Menschen bittet. Aus den Spendengeldern besorgt die Wohnungslosenhilfe verschiedenste nützliche Artikel für den Alltag, zum Beispiel warme Unterwäsche, Konserven, Schlafsäcke und Isomatten, ergänzt aufgrund der Pandemie durch Hygienemittel wie Masken und Desinfektionsmittel. Wer gut erhaltene Herren-Winterbekleidung abzugeben hat, kann diese im Sozial-Kleiderladen Anziehungspunkt in der Bornstraße 65 abgeben. „Wir freuen uns besonders über Bekleidung in den Größen S und M“, konkretisiert Katharina Kähler, Bereichsleiterin der Wohnungslosenhilfe, den Bedarf.

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Die Pandemie verschlimmert die Situation
Durch die Pandemie seien obdachlose und wohnungslose Menschen in diesem Jahr doppelt belastet, berichtet Katharina Kähler. „Zusätzlich zur Pandemiesituation kommen die nassen und kalten Tage als besondere Herausforderung dazu. Ob draußen auf der Straße oder in den Notunterkünften und Tagestreffs, an vielen Stellen leiden die Menschen unter den aktuellen Einschränkungen. Der Winter verschärft die Situation zusätzlich noch für Menschen ohne eigenen Wohnraum“, erläutert die Bereichsleiterin Wohnungslosenhilfe.

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Im Gespräch mit Menschen auf der Straße
Die Streetworker und Streetworkerinnen sind regelmäßig an den Szenetreffs, in der Innenstadt und im Bahnhofsumfeld unterwegs, um die Problemlage im Blick zu haben. Im Gespräch mit den Menschen erfahren sie, wo der Schuh drückt oder erhalten auch immer wieder einen Tipp, wer gerade besonderen Unterstützungsbedarf benötig. Den Balanceakt, den die Streetworkerinnen und Streetworker dabei schaffen müssen, ist, einerseits die Nähe und den Kontakt zu den Menschen in den Treffs und bei ihren Rundgängen zu suchen, und andererseits aufgrund der Pandemie die notwendige räumliche Distanz einzuhalten. „Corona schwebt immer wie ein Damoklesschwert über uns“, beschreibt Streetworkerin Gimmy Wesemann die Atmosphäre. Wesemann arbeitet am Szenetreff in Vegesack, der dieses Jahr sein zehnjähriges Bestehen feierte. Vor ihrem Beratungsbus steht ein kleines Tischchen, darauf ein Wasserbehälter und Seife – ein Provisorium für die Handhygiene. „Konnten wir sonst immer unbefangen mal einen Kaffee zusammen im Beratungsbus trinken und miteinander sprechen, müssen wir jetzt darauf achten, dass Hygiene und Abstände eingehalten werden. Das macht das vertrauliche Gespräch sehr viel komplizierter. Manchmal ist das sehr zermürbend“, findet die Streetworkerin.

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Für Gimmy Wesemann und ihre Kolleginnen und Kollegen von der Streetworkarbeit ist es deshalb ein großer Wunsch, trotz der besonderen Herausforderungen nicht den Kontakt zu verlieren zu den Menschen, die sie oft schon viele Jahre ein Stück auf ihrem Lebensweg begleiten. Wesemann: „Wenn wir im Alltag den Menschen helfen können, ist das viel Wert. Oft sind es gerade die kleinen Dinge, die viel bewegen.“ Wesemann erlebt aber neben den vielen Schwierigkeiten auch: „Wenn das gelingt, dann ist oft viel Dankbarkeit zu spüren.“