Neue Broschüre „Haus Isenberg“ ab sofort erhältlich

31. Mai 2021

40 Seiten umfasst die Broschüre, die sich kritisch mit der Historie des Haus Isenberg vor seiner heutigen Nutzung als Wohnhaus für ältere suchtkranke Menschen auseinander setzt. So gibt die Broschüre unter anderem Einblicke in eine Zeit der Einrichtung, in der Menschen oft abhängig von staatlicher Willkür und ohne eigene Entscheidungsmöglichkeiten waren. Im NS-Regime hat diese Entwicklung einen traurigen Höhepunkt erfahren: Weibliche Jugendliche, die sich nicht anpassten, wurden verfolgt, ggf. bis hin zur Deportation ins KZ. Die Broschüre leistet einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der Vergangenheit.

Ab Montag, 31. Mai, erhalten Interessierte die Broschüren kostenlos und zum Mitnehmen an folgenden Auslagestellen:

  • Buchhandlung Buntentor, Buntentorsteinweg 107
  • Haus Isenberg, Kornstraße 209
  • Quartiersmanagement Huckelriede („Alter Gemüseladen“), Niedersachsendamm 42

Mit der Veröffentlichung setzt die DENKORTE-Initiative Neustadt gemeinsam mit dem Verein für Innere Mission in Bremen ein wichtiges Zeichen für eine lebendige Erinnerungskulturarbeit in Huckelriede und gegen das Vergessen. Unterstützt wurden sie bei ihrer Arbeit durch das Quartiersmanagement Huckelriede. Die Initiative hat mittlerweile sieben Orte im Bereich Neustadt und Huckelriede mit einer Gedenktafel als besonderen Ort kenntlich gemacht – als Ort der Zwangsarbeit, der Vernichtung und des Widerstands.

Das Haus Isenberg, ehemals Isenbergheim, gehört seit mehr als 100 Jahren zu den prägenden Institutionen in Huckelriede. Vielen Anwohner*innen und Passant*innen ist jedoch weitestgehend unbekannt, welche Geschichte und Geschichten sich mit diesem auffällig gestalteten Gebäude an der Kornstraße 209 verbinden.

Vorstellung Broschüre Haus Isenberg

Freuen sich über die gemeinsame Broschüre Haus Isenberg (von links): Katharina Kähler, Bereichsleiterin Wohnungslosenhilfe, Marc Vobker, Quartiersmanagement Huckelriede, sowie von der DENKORTE-Initiative John Gerardu, Bernd Windmüller und Horst Otto.