Geistlicher Impuls
"Wer schreit, hat Unrecht?"

Impuls

Wer schreit, hat Unrecht?

Wer schreit, hat Unrecht. So sagt der Volksmund. Damit will er darauf hinweisen, dass nicht die Lautstärke eines Arguments, sondern seine Richtigkeit in einer Diskussion entscheidend sind. Nicht wer seine Argumente am öftesten wiederholt oder an den richtigen Stellen anbringt, ist im Recht. Das dürfte ein Grund sein, warum Gerichtsprozesse, die ja ausdrücklich auf der Suche nach Recht und Unrecht sind, oft eher dröge und weniger marktschreierisch daherkommen.

Andererseits sprechen wir auch vom himmelschreienden Unrecht, wenn etwas dermaßen verkehrt läuft und so offensichtlich falsch ist, dass es jede*n unmittelbar anspringt. Diesem Unrecht gar nicht nicht mehr ausgewichen werden kann. Es lässt sich nicht mehr unterdrücken oder auf die Seite schieben.

Das ist nicht nur mit Unrecht so, sondern auch mit Wahrheit. Auch diese lässt sich nicht unterdrücken oder wegleugnen. Am Ende wird sie sich durchsetzen.

Davon spricht auch der Monatsspruch im März: Jesus antwortete und sprach: Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien.
Von welcher Wahrheit ist hier die Rede? Jesus Christus ist König. Seine Regierungsmaxime der Liebe wird sich durchsetzen.

Pastor H.-C-Ketelhut