Die Initiative Nelson-Mandela-Park beendet ihr Engagement

14. Januar 2021

Eine gewisse Wehmut ist schon da. Denn nun ist Schluss. Die Initiative Nelson-Mandela-Park hat beschlossen, ihre Aktivitäten für die gleichnamige Grünanlage einzustellen. Das entschied sie auf ihrem letzten Treffen im November 2020.

Ein guter Zeitpunkt aufzuhören
„Trotz aller Wehmut, es ist ein guter Zeitpunkt aufzuhören“, sind sich Ursula Häckell und Anke Mirsch einig. Die beiden Mitarbeiterinnen des Vereins für Innere Mission engagierten sich über Jahre hinweg in der Initiative und organisierten zusammen mit Gemeindemitgliedern der Kreuzgemeinde sowie weiteren Engagierten unter anderem Veranstaltungen im Park. Dazu gehörten unter anderem das Angrillen im Park im April sowie das Picknick im Park im Sommer eines Jahres.

Ausschlaggebend war eine Feier
Die Anfänge der Initiative liegen bei der Neubenennung in Nelson-Mandela-Park im Juli 2014. Daran beteiligten sich diverse Einrichtungen. Aus dem gemeinsamen Ausrichten der Feier ging dann die Initiative hervor. Sie setzte sich fortan dafür ein, dass die Ergebnisse aus dem World-Café, welches die Innere Mission bei der Einweihung durchgeführt hatte, umgesetzt werden.

Von Angrillen bis Rosenbeet
In den Folgejahren konnte sich die Initiative Nelson-Mandela-Park erfolgreich für den Park stark machen. So erfolgte ein Rückschnitt des Grünbewuchses zur Blumenthalstraße, um das Sicherheitsgefühl zu erhöhen. Das Rosenbeet zur Hollerallee erfuhr über Jahre hinweg ehrenamtliche Pflege. Ein Blühstreifen im vorderen Parkbereich wurde in Kooperation zwischen Innere Mission und BUND angelegt, der Bau einer Trinkwasserstele eingefordert und deren Installation mit begleitet sowie ein Container für Kehrgeschirr für wohnungslose Parknutzer*innen angeschafft. Zusätzlich organisierte die Initiative jährliche Veranstaltungen, darunter das Angrillen im Park im April sowie das Picknick im Park in den Sommermonaten.

Interesse für den Park wecken
Ziel war es dabei stets gewesen, den Park zu beleben und die Anwohnerschaft und Nachbarn der Grünanlage zu motivieren, sich über Gassigehen und den Weg nach Hause hinweg für den Park zu interessieren.

Anerkennung auf nationaler Ebene
Auch auf nationaler Ebene gab es Anerkennung für die Ideen der Initiative. Sie war 2017 bei dem Projekt „Modellregionen in Deutschland – Modellregion Nord“ der Diakonie Deutschland unter den Gewinnern. Beim Bundeswettbewerb „Die schönsten Nachbarschaftsaktionen 2017“, ausgeschrieben vom „Netzwerk Nachbarschaft“ war die Initiative Wettbewerbssieger für das Bundesland Bremen.

Eingeschränkte Ressourcen
Die Initiative ist stolz auf das Erreichte, merkt aber auch, dass sowohl finanzielle als auch personelle Ressourcen nicht mehr in dem Maße zur Verfügung stehen, wie es zum Anfang der Fall war. Zudem sieht die Initiative auch ihre Aufgaben und Möglichkeiten im Park als beendet an. Außerdem muss sie sich einräumen, dass das eigentliche Ziel, die Nachbarn zu motivieren, nicht erreicht werden konnte.

Fortsetzung folgt
Umso mehr freut es deshalb die ehemaligen Mitstreiter*innen der Initiative, dass in einem Beitrag im Stadtteil-Kurier vom 21. Dezember 2020 angekündigt wurde, dass sich erneut Initiativen um den Park kümmern wollen. Den neu Beteiligten wünschen die „Ehemaligen“ alles nur erdenklich Gute für ihr Vorhaben!