Geistlicher Impuls zum September

„Gott lieben, das ist die allerschönste Weisheit.“ Sirach 1,10

Impuls

„Gott lieben, das ist die allerschönste Weisheit.“ Sirach 1,10

Gott lieben, den Nächsten und mich selbst – das entspricht dem Dreifachgebot der Liebe aus dem Lukasevangelium. Für die Nächste und mich selbst brauche ich vielleicht gar nicht so viel Weisheit. Das sollte doch selbstverständlich sein. Aber Gott lieben?

Der Monatsspruch setzt mich auf die Spur der Gottesliebe, die die allerschönste Weisheit ist. Was ist so schön daran? Manche Menschen behaupten schließlich, es sei die allergrößte Dummheit, überhaupt Gott zu denken und zu glauben, geschweige denn zu lieben.

Und das wirft mich zurück auf die Frage, wer oder was Gott für mich denn ist?

In vielen biblischen Texten wird Gott verglichen: mit einem Weinbergbesitzer, einer Brotbäckerin, einem Vater, einem Hirten, einem König, einer Frau, die etwas Verlorenes wiederfindet und vielem mehr. Was für unterschiedliche Gottesbilder! Gott ist das nicht. Gott ist anders. Aber wir können Gott vergleichen.

Der Vergleich schützt uns davor, uns ein Bildnis von Gott zu machen. Unser Gottesbild bleibt fluide. Wie schön und weise. Gott wird biblisch nicht festgelegt, totalitär beschrieben und einengend vorgestellt. Gott bleibt beweglich, weltlich und menschlich. So liebe ich Gott, und hoffe, dass ich damit weise werde. Und Sie?