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Garten der Kulturen

Seinen Ausgangspunkt nahm dieses Projekt im „frauenzimmer“, einem Tagestreff für wohnungslose Frauen des Vereins für Innere Mission in Bremen. Seit 2010 engagiert sich hier unter anderen die junge Ägypterin Rania Enan. Um ein Teil der deutschen Gesellschaft zu werden, habe sie nach einem Ort gesucht, um neue Freundinnen kennen zu lernen, ihr Deutsch zu verbessern und sich sozial zu engagieren, erzählt sie. Letzteres sei auch ein Teil ihrer ägyptischen Kultur und biete viele Gelegenheiten, sich kennen zu lernen sowie „zu zeigen, wie einfach es sein kann, dass Menschen aus unterschiedlichen Kulturen miteinander umgehen können“, sagt Rania Enan über ihre Beweggründe, sich ehrenamtlich zu engagieren.

Gemeinsam mit anderen deutschen und arabischen Frauen initiierten Rania Enan und Waltraud Wulff-Schwarz vom Verein für Innere Mission in Bremen den „Garten der Kulturen“, ein Projekt, das aus mehreren Bausteinen besteht. Einer davon ist die gemeinsame ehrenamtliche Arbeit im „frauenzimmer“. Hinzu kommt eine kleine Gruppe von Frauen aus Ägypten, Libanon, Syrien und Tunesien, die sich wöchentlich trifft, um im Rahmen eines Gesprächskreises anhand spezieller Bremer Themen Deutsch zu lernen. Unter dem Motto „Einen gemeinsamen Rhythmus finden“ organisieren die Projektinitiatorinnen zudem Themenabende, die allen Bremer Bürgerinnen und Bürgern offen stehen und die ihnen Gelegenheit bieten, mehr über arabische Traditionen, Etikette, Familienfeiern oder Speisen zu erfahren. „Im Garten der Kulturen zeigt sich eindrucksvoll, dass Integration eine Pflanze ist, die wachsen will und dass zum Wachsen viel liebevolle, sorgfältige und geduldige Pflege gehört. Der Garten der Kulturen macht deutlich, dass man seine und die Integration anderer auch selbst in die Hand nehmen kann und dass sie besonders dann erfolgreich ist, wenn viele – öffentliche wie zivilgesellschaftliche – ehrenamtliche und professionelle Kräfte zusammenwirken“, begründete die Jury ihre Entscheidung.


Wer beim Garten der Kulturen mitwirken will, wende sich an Waltraud Wulff-Schwarz, Telefon 349 67 15.