Salutissiomo – Menschenrechte für junge Papierlose
Salutissimo ist ein Projekt zur Unterstützung papierloser junger Migrantinnen und Migranten in Bremen.
Wir bieten Unterstützung und Beratung und machen Angebote zur Gesundheitsbildung. Ziel unserer Arbeit ist es, jungen Papierlosen in Bremen die Wahrnehmung grundlegender Menschenrechte wie z.B. Schulbesuch, Gesundheitsversorgung, Beurkundung von Geburten zu ermöglichen. Die Beratungen sind immer vertraulich und erfolgen auf Wunsch auch anonym.
Es besteht eine enge Kooperation mit der vom Gesundheitsamt Bremen betriebenen Humanitären Sprechstunde, die einen grundlegenden Zugang zur Gesundheitsversorgung für Papierlose ermöglicht.
Aktion Mensch hat einen Trailer über die Arbeit von Salutissimo gedreht, zu sehen hier.
Zur Situation der Papierlosen in Deutschland
Eine Bremer Studie aus dem Jahr 2008 (herausgegeben von MediNetz Bremen mit Unterstützung der Bremischen Evangelischen Kirche und in Kooperation mit dem Gesundheitsamt Bremen) kommt zu dem Ergebnis, dass in Bremen etwa 4.000 Menschen „papierlos“, also ohne Aufenthaltsstatus leben, und damit in der Praxis weitgehend rechtlos gestellt sind. Bundesweit variieren die Schätzungen von 400.000 bis zu einer Million Menschen.
Papierlos zu sein bedeutet für die meisten Betroffenen, versteckt und in ständiger Angst vor Entdeckung zu leben. Vermeintlich alltägliche Dinge wie ein Besuch beim Arzt oder die Anmietung einer Wohnung können zur problematischen und belastenden Situation werden. Die für alle Menschen geltenden sozialen Grundrechte können aus Angst vor Entdeckung und Abschiebung nicht wahrgenommen werden.
Eine ausführliche Darstellung der Lebenssituation von Papierlosen finden Sie hier im Rahmen einer „Tatort“-Recherche.